Deutscher Games-Markt wächst 2025 leicht

27.03.2026

Der deutsche Games-Markt legt wieder leicht zu. Nach einem Rückgang um 6 Prozent im Jahr 2024 ist der Umsatz mit Games, Games-Hardware und Online-Gaming-Services in Deutschland 2025 gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden rund 9,4 Milliarden Euro umgesetzt – das entspricht einem Plus von 4 Prozent. Ausschlaggebend dürfte der Launch der Nintendo Switch 2 gewesen sein, denn das Wachstum ist insbesondere dem Teilmarkt „Games-Hardware“ zu verdanken. Der Umsatz mit Games-Käufen, In-Game- und In-App-Käufen ging hingegen um 1 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro leicht zurück.

Die aktuellen Marktdaten dokumentieren, was wir in Deutschland für unser geliebtes Hobby an der (vorwiegend virtuellen) Ladentheke ausgeben. Wie viel Geld davon bei hiesigen Studios landet: unklar. Über Zustand und Umsätze der deutschen Games-Branche sagen die Zahlen also nichts aus – sprich Games-Markt und Games-Branche sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Spielekonsolen, Gaming-PCs und -Zubehör treiben Wachstum
Der Umsatz mit Games-Hardware stieg 2025 um 12 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Besonders stark wuchs der Teilmarkt für Spielekonsolen (+26 Prozent) sowie für Gaming-PC-Zubehör (+13 Prozent). Für eine positive Marktdynamik sorgten vor allem Spielekonsolen. Der Umsatz in diesem Segment, stark angetrieben durch den Start der Nintendo Switch 2, steigt auf rund eine Milliarde Euro. Auch der Teilmarkt für Gaming-PCs konnte wieder wachsen und stieg um 7 Prozent auf 651 Millionen Euro. Groß war der Anstieg außerdem beim Zubehör für Gaming-PCs, mit dem ein Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro generiert wurde (+13 Prozent). Zu diesem Teilmarkt gehören neben Grafikkarten auch Gaming-Eingabegeräte, -Monitore und VR-Headsets. Weniger nachgefragt war hingegen Konsolen-Zubehör: Der Umsatz sank um 10 Prozent auf 360 Millionen Euro.
 
 
Games-Umsatz im Minus
Der Umsatz mit Games-Käufen, In-Game- und In-App-Käufen ging um 1 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro leicht zurück. Mit einem Umsatz von 807 Millionen Euro wurden mit Games über alle Plattformen hinweg 13 Prozent weniger erlöst als im Vorjahr. Leicht Positiv entwickelte sich der Umsatz mit In-Game- und In-App-Käufen, mit denen im vergangenen Jahr 4,1 Milliarden Euro generiert wurden (+1 Prozent). Der Markt für In-Game- und In-App-Käufe wächst seit Jahren. Sowohl Free-to-Play-Titel als auch Vollpreisspiele setzen auf zusätzliche Inhalte, um das Spielerlebnis zu individualisieren und erweitern – von kosmetischen Gegenständen wie Skins bis hin zu umfangreichen Erweiterungen mit neuen Missionen oder Spielelementen.
 
 
Online-Gaming Services liegen zu
Der Umsatz mit Online-Gaming-Services, also gebührenpflichtige Abo-Services wie PlayStation Plus und dem Xbox Game Pass, legt deutlich zu und durchbricht 2025 erstmals die Grenze von einer Milliarde Euro. Das entspricht einem Plus von rund 7 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Umsatz mit entsprechenden Diensten hat sich in den vergangenen sechs Jahren mehr als verdoppelt (2019: 461 Millionen Euro). 
 
Über die Marktdaten
Die Zahlen basieren auf Erhebungen von YouGov Shopper, Nielsen IQ und Sensor Tower und wurden am 26. März 2026 vom game – Verband der deutschen Games-Branche veröffentlicht.

About the author

Achim
Achim
Achim Quinke ist Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Quinke Networks und seit über 20 Jahren in der Games-Branche aktiv. Er betreibt das Karriere-Portal Games-Career (www.games-career.com).

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