
Der Arbeitsmarkt kommt weiterhin nicht in Fahrt. Laut aktuellen Zahlen des game-Bundesverbands ging die Zahl der Jobs im zweiten Jahr in Folge zurück. Zuletzt seien demnach 12.235 Menschen bei Games-Entwicklern und -Publishern beschäftigt, was einem Minus von 3 Prozent zum Vorjahr entspricht. Damit stottert der „Jobmotor Games-Branche“ bereits seit 10 Jahren erheblich: 2016 wurden 12.839 Beschäftigte ausgewiesen.
Tatsächlich könnten die Zahlen weitaus niedriger ausfallen. Nach Marktbeobachtungen von Games-Career.com, konnten die umfangreichen Stellenstreichungen der letzten drei Jahre nicht durch neue Studiogründungen kompensiert werden, denn die Start-ups schaffen nur sehr wenige neue Jobs. Games-Career.com geht daher davon aus, dass aktuell deutlich unter 10.000 Personen bei Developern und Publishern beschäftigt sind. Demnach hätte die Branche in den letzten Jahren rund 25 Prozent an Jobs abgebaut – was sich mit internationalen Studien zu anderen Ländern deckt.
Insgesamt sichere die Games-Branche laut Verbandsangaben über 30.000 (nicht genauer definierte) Arbeitsplätze in Deutschland. Anfang des Jahres veröffentlichte game eine Studie, in der rund 14.800 Beschäftigte ausgewiesen wurden – „games-bezogene Dienstleister“ inkludiert.
Der Branchenverband spricht dennoch von einer „leichten Erholung“ der Branche und verweist auf die gestiegene Zahl der Unternehmen. So wuchs die Anzahl der Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht von 917 auf 956. Das Plus von 39 Unternehmen fällt – mit Blick auf die Gründungsdynamik in den Jahren 2020 bis 2022 – jedoch moderat aus.
Games-Career.com wird den Arbeitsmarkt weiterhin im Auge behalten und erfasst fortlaufend die Anzahl offener Jobs in der Branche. Diese liegt aktuell auf dem niedrigsten Niveau seit den Aufzeichnungen. Entspannung am Jobmarkt scheint vorerst nicht in Sicht zu sein.