Gewonnen! Und nun? Interview mit „Realm of the Machines“ Entwickler Sebastian Jantschke

06.07.2018
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Sebastian Jantschke und Kommilitonen gewannen mit „Realm of the Machines“ den zweiten Platz in der Kategorie „Nachwuchspreis Prototyp“ beim DCP 2018

Sebastian Jantschke hat mit einer Gruppe von Kommilitonen der Mediadesign Hochschule München den Prototypen Realm of the Machines entwickelt und für die Kategorie „Nachwuchspreis Prototyp“ beim Deutschen Computerspielpreis 2018 eingereicht. Mit Erfolg: Das fröhliche 2D-Puzzle überzeugte die Jury durch Stringenz in der Umsetzung, eine klaren Spielidee sowie humorvolle Optik – und erreichte den zweiten Platz. Was dieser Erfolg für Sebastian und sein Team bedeutet, erfahrt ihr im Interview.

Games-Career: Am 10. April 2018 wurde euer Titel „Realm of the Machines“ mit dem zweiten Platz in der Kategorie „Nachwuchspreis Prototyp“ ausgezeichnet, was hat sich seitdem verändert? Und wird eure Arbeit dadurch beeinflusst?

Sebastian Jantschke: Grundsätzlich ist der Alltag noch derselbe. Mein Kollege Julian Ludwig und Ich – gemeinsam die Leads des Uni-Projektteams von „Realm of the Machines“ – haben unser Studium an der MD.H München abgeschlossen und sind bereits in der Arbeitswelt angekommen. Die restlichen sieben Studenten, die am preisgekrönten Prototypen beteiligt waren, stecken weiterhin mittendrin im Studium. Viel Zeit für die Weiterentwicklung des Spiels blieb daher leider noch nicht, aber das soll sich in naher Zukunft ändern.

Games-Career: Der zweite Platz der Kategorie „Nachwuchspreis Prototyp“ ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro dotiert. Wie investiert ihr den Gewinn?

Sebastian Jantschke: Das Geld wird dafür verwendet, um aus dem Prototyp, den wir im Rahmen unseres Studiums innerhalb von nur sechs Wochen umgesetzt haben, ein vertriebsreifes Spiel zu entwickeln. Mit dem Betrag lassen sich natürlich noch nicht die gesamten Entwicklungskosten decken, allerdings ist es ein guter Anfang, und es hilft uns in jedem Fall weiter.

Games-Career: Was hat Dir der Preis bisher gebracht?

Sebastian Jantschke: Zum einen ist es eine schöne Bestätigung und zeigt, dass wir bisher gute Arbeit abgeliefert haben. Zum anderen war es für Julian und mich auch der letzte „Push“ dahin, den Plan von einer eigenen Spielefirma in die Tat umzusetzen. Diese soll zusammen mit zwei ehemaligen Kommilitonen in den nächsten Monaten gegründet werden, um auf dem, was wir bisher erreicht haben, aufzubauen.

Games-Career: Habt ihr bereits ein neues Projekt in petto? Und wenn ja, welches?

Sebastian Jantschke: Ein neues Projekt steht (noch) nicht in den Startlöchern. Momentan haben wir mit der Firmengründung, der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten und der Weiterentwicklung des bisherigen Prototyps alle Hände voll zutun.

Games-Career: Welche Ziele habt ihr für die nahe und fernere Zukunft?

Sebastian Jantschke: Kurz- bis mittelfristig soll mit der bald neu gegründeten Firma die Spielidee von „Realm of the Machines“ noch einmal neu – und diesmal direkt mit dem Hintergedanken eines vollwertigen Spiels – aufgezogen werden. Das fertige Produkt wollen wir am Ende dann über die eigene Firma releasen. Dieses Projekt soll den Startschuss für eine aufregende und hoffentlich erfolgreiche Zeit in der Gamesbranche markieren.

Games-Career: Dass das klappt, wünschen wir euch! Vielen Dank für das Interview!

About the author

Anietta
Anietta
Eine besessene Gamerin war Anietta zwar nie - doch die fesselnde Intensität von Videospielen kann sie dennoch nachvollziehen... Ihre Games-Erfahrungen beschränken sich in etwa auf folgende: Leidenschaftliches "Boulder Dash"- und "Oh Mummy"-Spielen auf dem Schneider Computer ihres kleinen Bruders in ihrer Kindheit, leidenschaftliches "Brickles"-Spielen auf einem eher frühen Modell des Apple Macintosh ihres Onkels, leidenschaftliches "Tetris-Spielen" auf dem Gameboy ihres kleinen Bruders, leidenschaftliches "Point and Click Adventure"-Spielen auf eigenem PC und leidenschaftliches Scrabblen, Quizduellieren und Flightcontrollen auf dem eigenen iPhone. In ihrem Privatleben geht es bei Anietta momentan leider eher darum die Spielbesessenheit ihrer drei Jungs Nick (11), Cosmo (5) und Oskar (12) zu begrenzen, denn zumindest die Großen scheinen schon fast in den Welten von "Minecraft", "Clash of Clans" und "Hearthstone" zu leben - wenn man nur von den Esstischgesprächen ausgeht. Alle drei liiiiiiiiieben Games und finden es extrem cool, dass Anietta neben ihrer Tätigkeit bei Games-Career.com schon seit einigen Jahren als Teamassistentin und gute Seele in der PR-Agentur für die Games-Branche - Quinke Networks fungiert und somit nah am Geschehen ist.

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